Seelsorge

Seelsorge ist die wohl vornehmste, vertraulichste und verbindlichste Art und Weise, wie Menschen, Christinnen und Christen zumal, miteinander umgehen. Seelsorge ist deshalb empfindlich und verletzlich. Seelsorge, in der Regel in Form eines persönlichen Gespräch, ist äußerst wertvoll und schützenswert. Ihr Charakter ist zuhörend, einfühlsam, freundlich und wertschätzend.
Das seelsorgerliche Gespräch ist nur für die Ohren und Herzen der in der Seelsorge Verbundenen bestimmt. Es unterliegt absoluter Verschwiegenheit. Solcherart verstandene und geübte Seelsorge ist Abbild der vorbehaltlosen Zuwendung Gottes zu uns Menschen. Über der Seelsorge liegt die Verheißung der Neuen Welt, wie sie in Jesus Christus angebrochen ist.

Die Ausübung der Seelsorge wird herkömmlicher Weise den Pfarrerinnen und Pfarrern zugeschrieben. Tatsächlich aber sind auch Diakoninnen und Diakone, Jugendreferentinnen und Jugendreferenten, ja, eigentlich alle haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kraft des Heiligen Geistes für die Seelsorge in Anspruch zu nehmen. Sofern sie dieses können und wollen, beziehungsweise der oder die Seelsorgesuchende das will.