Hochaltar

Nach der oben beschriebenen Erstweihe im Jahr 1054 verfiel die Ulrichskapelle, sodass Anfang des 13. Jahrhunderts ein Neubau erforderlich war, den der Augsburger Bischof Siegfried von Rechberg 20. März 1227 weihte. Die Kapelle diente dann bis zur Entstehung der Hundsholzer Kirche als Gotteshaus für einfache Klosteruntertanen.

Der jetzige Bau entstand 1501–1507 unter den Äbten Berthold sowie Leonhard Dürr und ist heute das einzige sakrale und kunsthistorisch bedeutsamste Gebäude im Kloster. Während die Klosterkirche der Chorherren im Bauernkrieg zerstört wurde, blieb die Ulrichskapelle – der Überlieferung nach auf Fürbitte eines Bauern – verschont.

Die Kapelle präsentiert im Inneren ein einschiffiges, flachgedecktes Langhaus sowie einen rippengewölbten Chor in ⅜-Schluss mit figürlichen Konsolen und Schlusssteinen sowie einfachen Maßwerkfenstern. Der vorgesetzte Westturm entstand 1703, dessen Haube 1744. Wandmalereien (um 1550) an der Nordseite des Schiffs illustrieren die Gründungsgeschichte des Klosters.